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1.3 Atomwaffen / Kernwaffen

Taktische Kernwaffen

Taktische Kernwaffen (auch atomare oder nukleare Gefechtsfeldwaffen genannt) werden ähnlich wie konventionelle Waffen gezielt gegen gegnerische Verbände oder Einheiten eingesetzt. Ihre Sprengkraft reicht bis zu einigen hundert Kilotonnen und ist damit im Vergleich den strategischen Kernwaffen relativ niedrig. Die kleinste taktische Atomwaffe im Truppendienst hat eine Sprengkraft von circa 0,3 KT. Derartig kleine Atomwaffen erlauben einen Einsatz vergleichsweise nahe an den eigenen Truppen.

Sprengkraft

1 kt ^~ 1.16x10^6 kilowatt-hrs

Kernspaltungsbombe (Atombombe)
Typ   Sprengkraft
(TNT-Äquivalent)
  Einsatz
Kleine Atomwaffen   0,3 KT Kleinste taktische Atomwaffe
Neutronenbomben   1 KT [1958] Verstärkte Neutronenstrahlung, erhöhte Effektivität gegen gepanzerte Streitkräfte. Das Panzergehäuse wird dabei durch Neutroneneinfang radioaktiv aktiviert, wodurch bei weiterer Nutzung die Besatzung häufig ausgewechselt werden muss. Zerstören der Zündelektronik.
Vom Amerikaner Sam T. Cohen 1958 erfunden.
Mini-Nukes < 5 kT Forschung in den USA.
Bunker Buster > 5 kT Dringt aus einer Höhe von gut 13.000 Metern nur bis zu sieben Meter in die Erde und 2.3 Meter in gefrorenen Boden ein.
Smiling Buddha 8 - 13 kT [18.05.1974]  Erste indische Atombombe
Pakistan 9 kT [28.05.1998]  Erster Pakistanischer Test
«Little Boy» 12 - 18 kT (13,4 kT vorausberechnet) [06.08.1945] Über Hiroshima (Japan) abgeworfen
«Trinity-Test» 20 kT [16.07.1945]  Erste Atombombe oberirdisch bei Alamogordo gezündet.
«Fat Man» 22 kT [09.08.1945]   Die Atombombe, die am 9. August 1945 um 11:02 Uhr über der japanischen Stadt Nagasaki von den USA abgeworfen wurde und 550 m über der Mitsubishi-Waffenfabrik detonierte.
«Ivy King» 500 kT [15.11.1952]   Atomtest (USA), am 15. November 1952 von einem Flugzeug aus abgeworfen.
Frankreich optimierte reine Kernspaltungsbomben bis auf 800 kt, was das Maximum darstellen sollte.
Hybride Atombomben
Hybride Atombomben beziehen einen Großteil ihrer Explosionsenergie aus der Kernspaltung, benötigen aber zum Verstärken der Kernspaltung einen Fusionsanteil.
Geboostete Spaltbomben 45,5 kT [24.05.1951] Erste geboostete Nuklearwaffe der USA Greenhouse Item (gezündet am 24. Mai 1951 GMT, Ortszeit Eniwetok-Atoll 25. Mai)
Kernfusionswaffen (Wasserstoffbomben)
Bei Kernfusionswaffen (Wasserstoffbomben) dient ein herkömmlicher Atomsprengsatz (Fissionssprengsatz) dazu, die Isotope Deuterium und Tritium zu fusionieren.
Typ   Sprengkraft
(TNT-Äquivalent)
  Einsatz
Teller-Ulam
Volksrepublik China
3,3 MT 17. Juni 1967
«Ivy Mike» 10,4 MT 31. Oktober 1952
Castle Bravo 15 MT Test am 28. Februar 1954.
Größte amerikanische Testexplosion
Zar-Bombe 50 bis 60 MT
3.800 mal stärker als die Hiroshima-Bombe Little Boy
Die Zar-Bombe (Zar der Bomben, Tsar Bomba) ist die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe. Die Detonation gilt als größte vom Menschen jemals verursachte Explosion überhaupt.
Am 30. Oktober 1961 um 11:32 Uhr Moskauer Zeit über dem Testgelände in der Mitjuschikabucht auf der Insel Nowaja Semlja gezündet.
Militärisch war diese Bombe, unter anderem aufgrund ihres hohen Gewichts (27t), unbrauchbar.



Siehe auch





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